PAWANMUKTASANAS & YOGA NIDRA

 Die PAWANMUKTASANAS & YOGA NIDRA gibt es als 2hYogaspecial/Workshop im Realunterricht und auch als Audioanleitung für Zuhause und unterwegs 

Im Yoga sagen wir, dass Freude unsere wahre Natur ist. Somit kann Freude auch in einer Yogastunde passieren, wo du durch verschiedene Übungen immer wieder dazu aufgefordert wirst ganz im Hier und Jetzt zu sein. Ist der Geist ruhig, dann leuchtet die Freude auf.     
                                     
Wo das Bewusstsein ist, beginnt die Energie zu fließen, oder „Energie folgt der Aufmerksamkeit“. Genau das macht die Serie der PAWANMUKTASANAS so wirkungsvoll. Es sind einfach auszuführende Körper- und Energieübungen in der wir die Bewegung des Körpers und Achtsamkeit synchronisieren.
Sie sind eine der wichtigsten Yogaübungsfolgen mit herausragender Wirkung auf unsere Gesundheit und tragen dazu bei, Asanas und damit Yoga besser zu verstehen. Die Bewusstheit für Körperbewegungen und ihre subtileren Wirkungen, die sie auf verschiedenen Ebenen des Seins auslösen, dehnt sich aus und die Beweglichkeit der Gelenke wird neu erfahren. Niemand sollte diese Übungen geringschätzen, nur weil sie einfach, langsam und angenehm auszuführen sind.
Die Pawanmuktasanas stärken die Gelenke und das Bindegewebe, den Bauch und den Rücken, lösen Energieblockaden im Körper auf und beugen neuen vor. Sie fördern die ganzheitliche Gesundheit und stimulieren, regulieren, stabilisieren den Energiefluss im ganzen Körper.
Werden diese Asanas korrekt ausgeführt, entspannen sich nicht nur die Muskeln des Körpers, sondern diese Impulse gehen zurück zum Gehirn und entspannen auch den Geist. Wird der Atem mit der Wahrnehmung synchronisiert, vertieft sich die Bewusstheit und verhindert ein Umherschweifen der Gedanken in Zeiten von Stress und Anspannung. Sie entspannen den Geist, aktivieren das autonome Nervensystem, die hormonalen Funktionen im Körper und die inneren Organe. Der Energiefluss, die Lebendigkeit im Körper wird mit Entzücken und Freude spürbar.
YOGA NIDRA, der bewusste, der glückliche Schlaf, ist eine Tiefenentspannung für Körper und Geist und ebenso eine Meditation. In unserer heutigen Zeit zählt Yoga Nidra zu einer der wertvollsten Übungen aus dem Yoga. Ohne große Vorbereitung kann Yoga Nidra von jedem geübt werden, um in den Genuss der immensen Wirkungen zu kommen: tiefe Regeneration für Körper und Geist, Freilegung von kreativem Potenzial, besseres Stressmanagement, mehr Freude.
In dem Wort Yoga Nidra ist alles enthalten: Yoga ist Bewusstheit, Nidra ist Schlaf. Eine halbe Stunde YOGA NIDRA hat den Erholungswert von etwa drei Stunden Tiefschlaf und wird in den 2hSpecials nach den Asanas in einer angenehmen Rückenlage angeleitet.   
(Hierzu muss ich leider erwähnen, dass Yoga Nidra heute immermehr verfälscht wird und dadurch gar kein YN mehr ist. Yoga Nidra ist "der bewusste, der yogische Schlaf". Dieser Schlaf ist ein anderer als der alltägliche. Mit YN hat man über die tiefe Entspannung hinaus, die wunderbare Möglichkeit verschiedene Ebenen des Bewusstseins, und somit auch den Geist/das Funktionieren seines Verstandes und sich selbst in der Tiefe, kennenzulernen. "Der Körper schläft, die Gedanken und Gefühle kommen zur Ruhe. Yoga ist die Bewusstheit und Nidra ist der Schlaf". Wunderbar und für mich ganz klar diese Erklärung von Paramahamsa Satyananda, dem Begründer dieser Übung. Ich finde es nur sehr, sehr schade, dass sehr viele aus Yoga Nidra etwas anderes machen. Anleitungen verfälschen, denn Sinn über die Tiefenentspannung hinaus anscheinend (noch) nicht verstanden haben und ihre Anleitungen dennoch als Yoga Nidra bezeichnen, oder sogar als "Wunscherfüllungsübung" verkaufen. In YN geht es darum sein inneres Potential zu erwecken und sich darüber hinaus und mit Hilfe des sogenannten "Sankalpas" diesem entsprechend und auch aus yogischer Sicht weiter, bzw. zu seinem "höheren Bewusstsein" weiter zu entwickeln. Es gilt aus yogischer Sicht klar zu unterscheiden, was eine Anleitung zur reinen Entspannung/-Tiefenentspannung oder Yoga Nidra, bzw. eine Meditation ist.)

Yogaübungen sollen uns auch helfen, ein Gegengewicht für die schwierigen Zeiten zu erschaffen, die wir erleben und damit unsere Zuversicht, unsere innere Kraft und unseren Mut zu stärken und einer tiefen inneren Zufriedenheit und Freude zu öffnen.
Die Quellentexte zeigen, dass weder Leistung, Erhöhung der Flexibilität noch eine das Ego stärkende Performance als wichtig erachtet werden, sondern vielmehr die Empfindung einer tiefen Verbundenheit mit der unauslöschlichen, intelligenten und kreativen Kraft des Lebens an sich.

„Darum sei stark, und begib dich in deinem eigenen Körper; dort haben deine Füße einen sicheren Platz. Denke sorgfältig darüber nach. Geh nicht einfach irgendwo anders hin.“  Kapier
 
!!! Die PAWANMUKTASANAS & YOGA NIDRA gibt es neben meinem Kursangebot als 2hYogaspecial/Workshop im Realunterricht auch als Audioanleitung für Zuhause und unterwegs !!!

„Vertrauen ist ein Gefühl der Zuversicht oder Ausdruck der Überzeugung, dass sich die Dinge in einem verlässlichen Rahmen entfalten, der Ordnung und Stabilität verheißt. Vielleicht verstehen wir nicht immer, was mit uns oder anderen geschieht oder was in einer bestimmten Situation vor sich geht; doch wenn wir uns selbst oder anderen vertrauen oder unser Vertrauen in einen Prozess oder ein Ideal setzen, so kann das für uns ein mächtiges stabilisierendes Element sein, das für Sicherheit, Ausgewogenheit und Offenheit sorgt und uns, sofern sich dahinter nicht Naivität verbirgt, intuitiv anleitet und vor Schaden oder selbstzerstörerischen Tendenzen bewahrt.

Es macht daher einen wesentlichen Teil der Achtsamkeitspraxis aus, in unserem Herzen Vertrauen zu entwickeln. Ein guter Ausgangspunkt dafür könnte die Frage sein, worauf wir in uns selbst vertrauen können. Falls wir nicht sogleich wissen, was das sein könnte, müssen wir vielleicht ein wenig tiefer schauen, ein wenig länger mit uns selbst in Stille, im bloßen Sein verweilen. Wenn wir uns die meiste Zeit über nicht wirklich im Klaren über unser Tun und Lassen sind und wenn uns die Art, wie sich unser Leben entwickelt, nicht sonderlich zusagt, ist es vielleicht an der Zeit, genauer hinzuschauen, mehr in Kontakt mit uns selbst zu kommen und die Entscheidungen, die wir treffen, samt der Konsequenzen genauer unter die Lupe zu nehmen. 

Vielleicht können wir damit experimentieren, dem Augenblick ein wenig mehr Vertrauen zu schenken, zu akzeptieren, was auch immer wir gerade fühlen oder denken oder sehen, weil es das ist, was jetzt gegenwärtig ist. …. Üben wir uns immer wieder in dieser Art von Experiment, so kann in uns ein neues Gefühl dafür entstehen, dass irgendwo tief in unserem Inneren eine zutiefst gesunde Ressource schlummert - wir könnten sie innere Weisheit nennen -, aus der wir schöpfen können und die uns dadurch erkennen lässt, dass sie unser Vertrauen wert ist.“ 

Jon Kabbat Zinn - Doktor in Molekularbiologie und der Begründer der Stress Reduction Clinic und Center for Mindfulness in Medicine, Health Care and Society (CFM) - Zentrum für Achtsamkeit in Medizin, Gesundheitswesen und Gesellschaft) an der University of Massachusetts Medical School.