Die Bedeutung von Yoga, Sport/Bewegung/Tanz, der Atmung, Meditation und Achtsamkeit in Zeiten von Corona, Angst und Ohnmacht

 Unsicherheit im Angesicht von Gefahr hält uns ständig in Alarmbereitschaft. Also sind wir ständig in Anspannung.
Was kann ich tun?
ACHTSAMKEIT:
Durch auf Achtsamkeit basierende Übungsprogramme und  Entspannungstechniken (YOGA RELAX, PAWANMUKTASANAS, YOGA NIDRA) werden wir resilienter gegen Streß, weil man besser bei sich bleiben und schneller "zu sich zurückfinden" kann.
YOGA: Yoga dehnt die durch Anspannung verkürzten Muskeln und stärkt die Muskeln, die zu wenig genutzt werden. Dadurch findet der Körper wieder ein entspanntes Gleichgewicht, das mit einem emotionalen Gleichgewicht korrespondiert. Gleichzeitig kommt man über Yoga mit der Aufmerksamkeit in die Empfindungsebene des Körpers und das beruhigt.
DIE ATMUNG:
Jedes Ausatmen entspannt. Im Stress und in der Angst wird der Atemraum eng und die mit Anspannung verbundene Einatmung wird mehr aktiviert. Indem man bewusst in kleinen Pausen des Tages oder beim Einschlafen möglichst lang und tief ausatmet, schaltet das Nervensystem ins parasympathische Nervensystem um. Je öfter man bewusst in diese Form der Atmung kommt (wird auch im YOGA praktiziert), desto mehr kann man entspannen. Der Körper entspannt und die Emotionen gehen mit.
SPORT/BEWEGUNG/TANZ: Im Sport/Bewegung/Tanz wird die angestaute Angstenergie, die in den Muskeln gespeichert ist, entlassen. Das ist eine biologische Funktion, die zu Kampf und Flucht gehört. Die Stresshormone werden abgebaut (wie auch im YOGA) und die Muskeln können wieder entspannen. Danach fühlt man sich entspannter und ruhiger (siehe auch NORDIC WALKING & YOGA).

ASANAS sind ein unverzichtbares Yogaelement. Sie sind keine Gymnastik. Man kopiert keine äußere Form. Asanas passieren von innen her und sind Hintergrund psychologischer und physiologischer Prozesse. "Yoga-asanas beeinflussen und durchdringen jede Zelle und jedes Gewebe, um sie zum Leben zu erwecken". Die vielen unterschiedlichen Körperhaltungen verbinden sich zu einem Übungssystem, das den Körper prinzipiell kräftigt, die Organfunktion optimiert und geistig wach hält. Die Stellungen und Stellungsabfolgen können verschiedenartig wirken: stimulierend, beruhigend, energiespendend, kräftigend, konzentrationsfördernd, innerlich besänftigend usw.

Die Asanas im Stehen (im Bild "Virabadhrasana - die Krieger-/Heldenstellung II") wirken prinzipiell belebend. Sie erfrischen Geist und Körper, denn sie lösen Spannungen und Schmerzen. Sie fördern die Verdauung, regulieren die Nierenfunktion und beheben Verstopfungen. Durchblutung und Atmung werden unterstützt. Rücken, Hüften, Knie, Hals und Schultern werden durch die Übungen gekräftigt und beweglich gemacht. Die Standpositionen vermitteln darüber hinaus die elementaren Bewegungsgrundsätze. Diese sind sowohl für die Stellungen als auch im Alltag wichtig, denn sie machen uns auch bewusst, wie wir richtig sitzen, stehen und gehen.

ATMEN

"Der Atem ist der vitalste Ausdruck von Energie und Ruhe."

Erfrischende und regenerierende Atem-, Körper- und Meditationsübungen des Yoga bringen neue Energie, innere Ruhe, einen klaren Geist und Freude.
Prana = Lebensenergie und der Atem
Pranayama = Atemübung/Atem- und Energielenkung

RICHTIGES ATMEN

  • versorgt den Körper ausreichend mit Sauerstoff damit alle Körperzellen richtig und effizient funktionieren, damit ein richtiger Stoffwechsel stattfinden kann. Nährstoffe, einschließlich kostbarer Vitamine und Mineralstoffe, werden nicht vergeudet!
  • ermöglicht den Körper sich aller schädlichen gasförmigen Stoffwechselreste zu entledigen, insbesondere Kohlendioxid (Detox)
  • bessere Konzentration und geistige Klarheit
  • bessere Beherrschung der Gefühle und mehr Ausgeglichenheit
  • Bessere Körperbeherrschung und mehr Ausgeglichenheit
  • UNSERE ATMUNG HAT EINEN ENORMEN EINFLUSS AUF UNSERE STIMMUNG !!!
  • Bessere Körperbeherrschung und mehr Ausgeglichenheit
  • UNSERE ATMUNG HAT EINEN ENORMEN EINFLUSS AUF UNSERE STIMMUNG !!!

Die beste Methode, alle Muskeln des Körpers zu entspannen, besteht darin, beim Atmen sanft zu lächeln.  Tich Nhat Hanh

STILLE

Die Stille (von althochdeutsch still: ohne Bewegung, ruhig ohne Geräusch) bezeichnet in der deutschen Sprache die empfundene Lautlosigkeit, Abwesenheit jeglichen Geräusches, aber auch Bewegungslosigkeit.
Stille ist eine Rahmenbedingung für Entspannungszustände, Besinnung und Beschaulichkeit (Kontemplation, Selbstbeobachtung). 

"Wenn du die Beziehung mit der inneren Stille verlierst, verlierst du den Kontakt zu dir selbst. Wenn du den Kontakt zu dir selbst verlierst, verlierst du dich in der Welt." Eckart Tolle 

Das innerste Selbstgefühl, das Gefühl dessen, der du bist ist untrennbar mit Stille verbunden.

"Glücklich ist der Mensch, der den Zusammenhang mit allem Lebendigen fühlt und deshalb das Leben und die Menschen liebt." Albert Schweitzer 

Eine Übung für abends im Bett, vor dem Einschlafen 

Lege dich angenehm hin, so dass dein Körper entspannen kann und erinnere dich an 3 Ereignisse des Tages die angenehm, positiv waren. Und bleibe dabei. Verliere dich nicht in negative Gedanken.
Denn: Alles Unangenehme bleibt 5 mal so stark in unserem Bewusstsein verankert als das Angenehme. Mit dieser Übung kannst du dein Unterbewusstsein umpolen. Mit dem Mindset mit dem du einschläfst wachst du auch wieder auf. Gedanken sind Energie die auf unsere Seele und unseren physischen Körper wirken. 
Alles was wir 2 Wochen lang regelmäßig geübt haben wird zur Gewohnheit.

Positive Gedanken helfen uns dabei in die Ruhe, in eine heilsame Stille zu finden.

Empfehlungen für den Herbst - aus Yoga und TCM

Ernährung
Wenn der Herbst ins Land zieht werden die Tage kürzer, es fallen die Temperaturen. Wind und kaltes Wetter belasten das Immunsystem. Nun ist es besonders gut auf die Signale des Körpers zu hören, und den höheren Energieverbrauch richtig auszugleichen. Dadurch verhindern wir die typischen unangenehmen Begleiterscheinungen wie z.B. Schnupfen, wenn es draußen kalt wird. Denn mit Wärme von Innen können wir dem kalten Wind entgegenspazieren. Speziell in der kalten Jahreszeit sollten wir auf wärmende Ernährung/Nahrungsmittel achten. Bei kaltem Wetter verschließen sich die Poren auf Grund der niedrigen Temperaturen und der Energiefluss im Körper verlangsamt sich. Allmählich kommt es zu einer Disharmonie im Stoffwechsel, der menschliche Organismus reagiert mit den uns nur allzu vertrauten Krankheitsbildern: Muskelschmerzen, Fieber, brennende Augen, Halsweh usw. Grundsätzlich beschleunigt warmes Essen den Organismus und kühles Essen und Trinken verlangsamt ihn. Mit wärmenden Lebensmitteln können wir uns für den Herbst fit machen:
Getreide und Hülsenfrüchte: Amaranth, Buchweizen, Grünkern, Hafer, schwarze Bohnen, rote Linsen, Süßreis.
Gemüse: Fenchel, Frühlingszwiebel, Karotte, Kren, Kürbis, Lauch, schwarzer Rettich, Süßkartoffel, Zwiebel, Maroni,
Nüsse: Kokos, Pinienkerne, Pistazie, Walnuss.
Obst: Marille, Pfirsich, Rosine, Süßkirsche, Weintraube. Wenn nicht frisch, dann getrocknet.
Milchprodukte: Schafmilch/-käse, Ziegenmilch/-käse, stark fermentierter Käse wie Quargel.
Gewürze: Basilikum, Kurkuma, Dille, Essig, Ingwer, Kakao, Kardamom, Knoblauch, Kreuzwurz, Koriander, Kümmel, Loorbeer, Majoran, Oregano, Petersilie, Rosmarin, Schnittlauch, Senf, Thymian, Vanille.
Getränke: Ingwertee, Kirschsaft, Kokosmilch, Kümmeltee, Traubensaft, Tee aus Mandarinen/Orangenschale (nur biologisch!).

Verhaltensempfehlungen im Herbst:
Entschlacke deinen Körper, deine Wohnung, deine Gedanken, um wertlos gewordenes loszuwerden. Kläre deine Beziehungen. Respektiere anderer Leute Grenzen und akzeptiere deine eigenen. Prüfe wann du offen sein willst und wo du dich verschließen solltest.
Der Herbst ist die Organzeit der Lunge. Hier reagieren die Instinkte. Was ist lebenswichtig? Das Leben folgt dem Takt, den die Lunge vorgibt. Wer seinen Rhythmus verloren hat, gerät aus dem Takt und ist gefährdet krank zu werden (Schichtarbeit, Nachtarbeit, Flugreisen, Ehekrisen, Berufliche Einschnitte, sozialer Druck). Es ist daher sehr wichtig, seinen eigen Rhythmus aufrecht zu erhalten - z.B. durch: genügend Schlaf, der eigenen Länge entsprechend und regelmäßig; sämtliche Tätigkeiten in der eigenen Geschwindigkeit tun; die Mahlzeiten in einem Regelmaß zu sich nehmen; Wanderungen und eine regelmäßige Yogapraxis, wie auch das Üben der Pawanmuktasanas, so wie Tiefenentspannung sind zu empfehlen.

Foto: Im September im Wienerwald fotografiert © copyright Jacqueline Soede

"Wenn unser Bewusstsein nicht erkennen kann, was unser Herz fühlt, sind wir nicht im Gleichgewicht." Dirk Meints - Psychologischer Berater und Achtsamkeitstrainer

STRESSBEWÄLTIGUNG

"Versuche nicht, etwas zu werden, sei einfach. Wenn du immer versuchst, etwas zu werden, wirst  du nie das sein, was du sein willst." Toyup

REGEL NR.1 ZUR STRESSBEWÄLTIGUNG:
Sei das was du sein möchtest. Höre auf etwas zu versuchen, etwas zu werden, sei es stattdessen. Denke an die Person in dir, die das verkörpert was du am meisten schätzt. Sei diese Person, so weit es dir möglich ist. Mache dies zu einem ständigen Teil deines Lebens. 

Bild: Am Pilgerstrand von Kerala/Varkala/Südindien, der Heimat des Ayurveda

Prinzipiell empfehle ich, auf alle Fälle 1x pro Woche an einer geführten Yogaeinheit/Klasse teilzunehmen. Man kann davon ausgehen, dass eine Einheit von 90Minuten 2 Tage lang nachwirkt - körperlich, psychisch und energetisch. Die Kontinuität ist auch das Um- und Auf für die Wirksamkeit jeder Übungspraxis. Hat man nun schon Erfahrung unter Anleitung einer Lehrer*in gesammelt, ist es ratsam die eine oder andere Übung in den Alltag einzugliedern.

Für das Üben Zuhause stehen auch meine Audioanleitungen zur Verfügung !

"Möge die Sonne dir neue Energie am Tag geben. Möge der Mond dir Erholung in der Nacht geben. Möge der Regen deine Sorgen hinweg waschen. Möge der Wind neue Kraft in dein Dasein blasen. Mögest du süß wandeln auf der Welt und kennenlernen all ihre Schönheit. An jedem Tag deines Lebens."   Indianisches Gebet 
Früh morgens im Sonnenaufgang, beim Yogasegeltörn 2016 in den Kornaten fotografiert